Familienwappen

Es sind verschiedene Wappen von Strickler-Familien überliefert. Allerdings sind die Ursprünge dieser Wappen nicht mehr genau festzustellen. Im Jahr 1950 wurde ein neues Wappen geschaffen; der Kreis dessen Zuständigkeit ist jedoch etwas vage bezeichnet. Zudem handelt es sich um ein sogenannt „redendes Wappen“, welches eine falsche Herkunft des Namens suggeriert. Wir haben uns daher entschlossen, gemäss den Richtlinien der Schweizerischen Heraldik nochmals ein neues Familienwappen schaffen zu lassen, welches für alle Strickler-Familien, welche ihren Ursprung aus der Flurbezeichnung „am Strick“ in Richterswil haben, gültig sein soll:

Auf rotem Grund drei goldene Rosen auf grünem Dreiberg, beidseits der grünen Rosenstengel zwei goldene Sterne
Ein Wappen mit verschlungenen Stricken ist nach unserem Dafürhalten irreführend. Als Grundlage des neuen Wappens haben wir daher die drei Rosen, welche zwei verschiedene, inzwischen ausgestorbene Familienzweige verwendet hatten, übernommen. Es wurden die beiden Farben des Gemeindewappens von Richterswil übernommen, da unser Familienname von einer Flurbezeichnung dieser Gemeinde abstammt („am Strick“). Als deutliche Brisüre wurden zwei goldene Sterne, welche auch in den Familienwappen der Strickler im Kanton Schwyz vorkommen, angebracht. Dieses Wappen soll für alle Zweige des Strickler-Geschlechtes, welches vom „Strick“ am Richterswilerberg abstammt, Gültigkeit haben. Das Wappen wurde von der Glasmalerei Christen, im Juli 2000 geschaffen.

Ueberlieferte Strickler-Wappen

Auf goldenem Grund drei rote Rosen über grünem Dreiberg
Es handelt sich um das Wappen einer im Jahre 1815 von Hombrechtikon her in der Stadt Zürich eingebürgerten Familie. Diese Familie stammt vermutlich aus der Gemeinde Richterswil, wo sie schon 1384 unter dem Namen „am Strick“ dort angesessen war und sich in der Folge in der Gegend verbreitet hat. Das Wappen befindet sich auf der Wappentafel der Stadt Zürich vom Jahre 1854 und in Jean Eglis Wappenbuch der Stadt Zürich vom Jahre 1860 und im „Grossen Wappen-Bilder-Lexikon“ von Ottfried Neubecker im Verlag Battenberg in Augsburg (1992) abgebildet. Gemäss Angaben des Staatsarchivs Zürich soll dieser Familienzweig ausgestorben sein.
In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts empfahl das Staatsarchiv in Zürich offenbar auf Anfrage hin, dieses Wappen als offizielles Strickler-Wappen anzunehmen. Auf diese Weise fand dieses Wappen wohl auch den Weg nach den USA.
Im amerikanischen Familienbuch „forerunners“ (Harry M. Strickler, 1924) wird das Wappen wie folgt interpretiert: „Als christliches Symbol bedeutet die Rose Unsterblichkeit. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Familienwappen eine christliche Bedeutung hat. Die drei roten Rosen mit drei Stielen auf drei Hügeln (drei mal drei) könnten die heilige Dreieinigkeit symbolisieren. Das Fehlen eines Helmes, der fast auf jedem Familienwappen zu finden ist, kann sicher als Abneigung vor Kriegslust interpretiert werden. Die Person trägt eine Rose anstelle eines Schwertes: Unsterblichkeit anstelle von Tod und Friede anstelle von Krieg. Dies ist eine erfreuliche Definition, auch wenn es nicht die Ursprüngliche ist.
Auf blauem Grund ein goldener Apothekermörser, umgeben von zwei frei schwebenden roten Rosen über grünem Dreiberg
Es handelt sich um das Wappen einer im Jahre 1859 aus Langnau am Albis her in die Stadt Zürich eingebürgerten Familie. Das Wappen wird erwähnt im neuen historischen Wappenbuch der Stadt Zürich (1869). Der Apothekermörser deutet vermutlich auf den Beruf des eingebürgerten Familienoberhauptes hin. Gemäss Angaben des Staatsarchives Zürich ist dieser Familienzweig ausgestorben.
Geteilter Schild, oben auf blauem Grund zwei ineinander verschlungene, je die Form einer Acht bildende goldene Seilschlingen, unten in Weiss zwei rote Sterne über grünem Dreiberg
Dieses Wappen wurde dem Wappenbuch des Kantons Schwyz von Martin Styger (1936) entnommen. Ein Zweig des Geschlechts der Strickler von Richterswil waren Genossen der gemeinsamen Allmeind der Hofleute des hinteren Hofes Wollerau und der Dorfleute von Richterswil. Sie kamen zur Reformationszeit in das alte Land Schwyz und erwarben das Beisassenrecht. Nach dem Jahrzeitbuch von Richterswil-Wollerau von 1629 besass ein Hans Strickler die Rohrwies in Wollerau. Bei der Verteilung der Geschlechter am 26. April 1806 wurde das Geschlecht (mit zwei Bürgern über 20 Jahre) dem Steinerviertel zugewiesen. Dieser Familienzweig ist ausgestorben.
Geteilter Schild, oben auf rotem Grund zwei ineinander verschlungene, je die Form einer Acht bildende silberne Seilschlingen, unten auf blauem Grund zwei goldene Sterne auf goldenem Dreiberg
Dieses Wappen wurde uns von Karl Strickler aus Edmonton, Kanada, zugesandt. Er hat dieses Wappen von seiner Tante Paula Keiser-Strickler erhalten. Näheres über die Herkunft dieses Wappens ist uns bislang nicht bekannt.
Auf blauem Grund ein entwurzelter, goldener Baum auf grünem Dreiberg
Auch dieses Wappen wurde uns von Karl Strickler aus Edmonton, Kanada, zugesandt. Es ist im Wappenbuch des Kantons Zug, Stygers Wappenbuch Schwyz 266 sowie im Buch „Menzingen, die Gemeinde am Berg“ aufgeführt. Das Wappen ist auch in der Kirche von Neuheim (Kanton Zug) zu sehen.
Bei dieser Familie handelt es sich vermutlich um Bauern, die 1512 auf dem Chnäus in Hütten lebten und über die Sihl zugewandert sind. Ein Hermann Strickler wohnte nach den Einsiedler Urbaren 1549 und 1563 in Finstersee. Seither hat sich das Geschlecht auf beide Gemeinden (Menzingen und Neuheim) am Berg verteilt und, wenn auch nicht zahlreich, erhalten. Wickart nennt auch ein Beisassenrecht dieses Namens in der Stadt, jedoch ohne nähere Angaben.
Auf blauem Grund zwei ineinander verschlungene, je die Form einer Acht bildende goldene Seilschlingen, darüber ein goldener Stern
Dieses Wappen erhielt ich von unserem Vater (Jakob Strickler 1915-1991). Es handelt sich um eine Neuschöpfung des Heraldikers Herbert Hablützel, Winterthur aus dem Jahr 1950. Als Ausgangspunkt diente das Wappen der Strickler aus dem Kanton Schwyz.
Zuständigkeit: Strickler von Richterswil, Hütten und Nachbargemeinden des linken Zürichseeufers.